Im Rahmen der Fokusgruppe zum Thema ‚3D-Druck‘ tauschen sich produzierende Unternehmen aus dem Münsterland über additive Fertigungs-Technologien und darauf basierende Geschäftsmodelle aus.

Der 3D-Druck oder die Additive Fertigung ist ein Fertigungsverfahren, bei dem Material Schicht für Schicht aufgetragen und so ein dreidimensionales Produkt erzeugt wird. Additive Fertigungsverfahren sind schon seit den 1980er Jahren in Gebrauch. Damals waren sie jedoch noch sehr teuer und wurden sehr wenig oder nur in Spezialfällen genutzt.

Heutzutage werden additive Fertigungsverfahren zur Herstellung von Produkten in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt. 3D-Drucker fertigen Prototypen, Modelle, Endprodukte, Ersatzteile oder Einzelteile in der Industrie, im Modellbau, in der Medizin, in der Luft- und Raumfahrt, in der Forschung oder in der Baubranche.

Die Fokusgruppe bietet interessierten Unternehmen die Möglichkeit, sich über Einsatzpotenziale der additiven Fertigung zu informieren und auszutauschen. In Rahmen regelmäßiger Treffen werden produzierende Unternehmen und Fachspezialisten vernetzt, um so gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

In Workshops, Exkursionen und Onlineformaten werden sowohl Technologie-Experten als auch Anwender von ihren Erfahrungen mit 3D-Druck berichten.

Beim Netzwerktreffen der Fokusgruppe 3D-Druck am 21.06. im FabLab Münster können sich produzierende Unternehmen aus dem Münsterland erneut über diverse Themen rund um den 3D-Druck informieren, vernetzen und austauschen.

Konrad Schneidenbach, Geschäftsführer des FabLab Münster, gibt einen Einblick in die technischen Möglichkeiten und die Projektrealisierung des FabLab Münster. Im Anschluss an einen kurzen Rundgang durch das Labor werden das SLA- und FFF-Verfahren hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Vorteilhaftigkeit betrachtet und im Slicing und Druck praktisch demonstriert.

Tilman Mues, Geschäftsführer der Firma duro3D GmbH aus Drensteinfurt, berichtet über diverse technische Einsatzfälle für 3D-Druck, um zu zeigen, wozu additive Fertigung inzwischen in der Lage ist. Darunter befindet sich eine Anwendung beim Unternehmen Meier Prozesstechnik GmbH aus Bocholt. Im Beispiel geht es um Vorrichtungen zur Produktion von Elektromotoren (E-Mobilität).

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 17. Juni 2022 über das Formular auf dieser Seite. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Veranstaltungsort: FabLab Münster, Hafenweg 16, 48155 Münster

Die additive Fertigung bietet Konstrukteuren ungeahnte Möglichkeiten beim Design ihrer Produkte. Aber auch bei der Konstruktion für die additive Fertigung gibt es einiges zu beachten. Das Design für den 3D-Druck verlangt ein Umdenken bei den Konstrukteuren. Nicht nur die Anforderungen an die 3D-Datei, sondern auch die Druckbarkeit, die Konstruktionsrichtlinien und die Designoptimierung sind zu beachten und können je nach 3D-Drucker und -Technologie variieren. Matthias Pitterle, Application Engineer Additive Manufacturing bei der Firma Solidpro Informationssysteme GmbH, geht in seinem Vortrag auf diese Aspekte ein.

Moses-Gereon Wullweber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Westfälischen Institut für Bionik, gibt Einblicke in die Thematik „Umkonstruktion eines konventionellen Bauteils hin zur additiven Fertigung“. Dabei geht der Referent auf die Vor- und Nachteile des „FLM“ Verfahrens ein und berichtet, wie dies genutzt werden kann, um kostengünstig Bauteile herzustellen. Durch entsprechende Konstruktion sollen Bauteilqualität gesteigert und Fertigungskosten verringert werden.

Der anschließende Austausch mit einem Snack findet bei der Firma Grunewald GmbH & Co. KG in Bocholt statt. Dort haben Sie die Möglichkeit einen Sand-3D-Drucker im Einsatz zu sehen und sich dazu mit Fachexperten und Gleichgesinnten auszutauschen.

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 3. Mai 2022 über das Formular auf dieser Seite.

Veranstaltungsort: Westfälische Hochschule , Campus Bocholt (Münsterstr. 265, Bocholt, Hörsaal 2) & anschließend Grunewald GmbH & Co. KG (Am Busskolk 35, 46397 Bocholt)

Dr. Thomas Bielefeld, Senior Manager bei Premium AEROTEC GmbH, berichtet über die Erfahrungen seines Unternehmens mit Metall-Druck. Dies beinhaltet Aspekte wie Anforderungen, Qualität, Kosten, Arbeitssicherheit und Automatisierung bzw. Serienfertigung. Premium AEROTEC zählt zu den weltweit führenden Zulieferern für zivile und militärische Flugzeugstrukturen. Das Unternehmen entwickelt und fertigt modernste Flugzeugstrukturen aus Aluminium, Titan und Kohlenstofffaserverbundwerkstoffen (CFK) für die gesamte Airbus-Familie.

Constance Möhwald, Leiterin der ‚Modellfabrik Virtualisierung‘ im Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau, stellt die Angebote der Modellfabrik zum Thema 3D-Druck vor. Die Initiative bietet Unternehmen unterschiedliche Hilfestellungen und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Markus May, Geschäftsführer der Firma 3Faktur GmbH aus Jena, zeigt, welche Aspekte bei der Zusammenarbeit mit einem 3D-Druck-Dienstleister zu beachten sind und welche Fehler man dabei vermeiden sollte, insbesondere bei der Datenaufbereitung.

Den Abschluss bildet eine Austauschrunde zu aktuellen Fragestellungen.

Bei der nächsten Austauschrunde stellen sich Studierende der FH Münster persönlich vor, die auf der Suche nach konkreten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit Unternehmen im Themenfeld 3D-Druck sind. Hierzu gehören insbesondere Abschlussarbeiten und studentische Tätigkeiten.

Das niederländische Unternehmen K3D aus Terborg liefert Einblicke in das Thema Metall 3D-Druck. Hierbei wird auch die Frage nach Kooperationsmöglichkeiten zwischen deutschen und niederländischen Firmen aufgegriffen.

Bei der anschließenden Austauschrunde geht es um aktuelle Fragestellungen der teilnehmenden Betriebe. Zudem möchten wir mit Ihnen über die weitere Gestaltung der Aktivitäten der Fokusgruppe im Jahr 2022 Unser Anliegen ist es, die Fokusgruppe weiterzuentwickeln und Ihnen damit konkrete Mehrwerte zu bieten. Wir bitten Sie ausdrücklich um Ideen, Anregungen aber auch inhaltliche Wünsche, gerne im Vorfeld per E-Mail.

Die Firma H. Gautzsch Zentrale Dienste GmbH lädt die Teilnehmer der Fokusgruppe nach Münster ein. Vor Ort werden Einblicke in ihr 3D-Druck Labor und AutoStore gegeben und Kooperationsmöglichkeiten thematisiert.

Moritz Wesseler von dem Start-up UNIKAT.railings aus Münster berichtet über seine Plattformlösung für 3D-gedruckte Designgeländer als Beispiel für ein vielversprechendes Geschäftsmodell mit 3D-Druck. Die Treppengeländer werden in großformatigen Druckern hergestellt. Das Design geschieht vorab auf einer eigens entwickelten Plattform durch den Kunden.

Das Netzwerktreffen bietet den teilnehmenden Betrieben Gelegenheit dazu, sich persönlich kennenzulernen und intensiv über eigene oder gemeinsame Vorhaben und Erfahrungswerte im Bereich 3D-Druck auszutauschen. Die Veranstaltung endet mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Aufgrund der aktuellen Bestimmungen ist die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt. Eine kostenfreie Anmeldung ist bis zum 21. Oktober über das Anmeldeformular auf dieser Webseite möglich.

Sascha Lenze, Mitarbeiter der Firma L.B. Bohle Maschinen und Verfahren GmbH und Teilnehmer der Fokusgruppe, berichtet aus der Praxis über die Erfahrungswerte seines Unternehmens mit dem Verfahren FDM Metall 3D-Druck. Hierbei beschreibt er das Verfahren und gibt Einblicke in die Einschränkungen und Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Prof. Dr. Carsten Feldmann, Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation der FH Münster, liefert einen Vortrag zum Thema Digitale Geschäftsmodell-Innovation mit 3D-Druck mit Fokus auf die Frage, inwiefern die Technologie des 3D-Drucks die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ermöglicht.

Im Anschluss bleibt Zeit für Austausch rund um aktuelle Themen und Fragestellungen der teilnehmenden Betriebe.

Ulf Flinspach von der Firma EOS GmbH stellt anhand von Praxisbeispielen aus Maschinen-, Werkzeug-und Automobilbau sowie Medizintechnik die Grundlagen des direkten Metall-Laser-Schmelzverfahrens vor. Hierbei geht er auf die gesamte Prozesskette von der Daten- über die Pulveraufbereitung, das eigentliche 3D-Drucken bis zur Werkstücknachbearbeitung ein. Insbesondere bei schwer zerspanbaren Werkstoffen und komplexen Geometrien, bietet das Verfahren Vorteile gegenüber herkömmlichen Fertigungsverfahren mit Werkzeugmaschinen.

Isabella Becker und Daniel Schlegel, Studierende der FH Münster, stellen eine in einem Forschungsprojekt entwickelte Softwarelösung für 3D-Druck vor. Die Software ermöglicht Mehrkopfdrucke im FFF-Verfahren, bei denen die Druckköpfe auf X- & Y-Achse unabhängig voneinander am selben Objekt drucken können. Darüber hinaus werden sie insbesondere Erkenntnisse aus Validierungsinterviews mit über 25 Unternehmen vorstellen. Die neuen Informationen zeigen vor allem Problemfelder unterschiedlicher Akteure im 3D-Druck-Markt.

Anschließend gibt es eine Austauschrunde zu aktuellen Fragestellungen der teilnehmenden Betriebe.

Konrad Schneidenbach, Geschäftsleiter beim FabLab in Münster stellt die Hightech-Werkstatt vor, in der jeder offenen Zugang zu digitalen Werkzeugen hat, wie zum Beispiel 3D-Drucker, Lasercutter, Virtual Reality, CNC-Fräsen, Elektronik und Co. In seinem Vortrag erzählt er, wie Unternehmen diese Infrastruktur beispielsweise zum IoT-Prototyping oder für Innovations-Workshops nutzen können.

Ulrich Grunewald, Geschäftsführer der Firma Grunewald GmbH & Co. KG aus Bocholt und Teilnehmer der Fokusgruppe, berichtet über die Erfahrungswerte seines Unternehmens mit 3D-Druck.

Anschließend findet eine moderierte Austauschrunde statt.

Beim zweiten Austauschtreffen lieferte Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmid von der Universität Paderborn Einblicke in die vorhandenen Werkstoffe, die bei der additiven Fertigung eingesetzt werden können. Hierbei standen Kriterien und Vorgehensweisen bei der Auswahl des passenden Materials für 3D-Druckvorhaben im Vordergrund.

Peter Benthues, Geschäftsführer der Firma KÖNA GmbH & Co. KG und Teilnehmer der Fokusgruppe, hat über die Erfahrungswerte seines Unternehmens mit 3D-Druck berichtet.

Anschließend folgte eine Austauschrunde rund um das Thema 3D-Drucker-Materialien.

Bei der virtuellen Auftaktveranstaltung lieferte Prof. Dr.-Ing. Hilmar Apmann aus dem Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Münster einen Überblick über additive Fertigungs-Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in produzierenden Unternehmen.

Anschließend wurden die inhaltlichen Schwerpunkte sowie der formale Rahmen der Fokusgruppe (Frequenz, Dauer, Austauschformat) gemeinsam mit den Teilnehmenden festgelegt.

Mehrwerte für teilnehmende Akteure:

      • Impulse und Best Practices über Anwendungsmöglichkeiten von additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck)
      • Erfahrungs- und Wissensaustausch mit Gleichgesinnten
      • Langfristige Netzwerkbildung
      • Wissenstransfer und fachliche Begleitung durch die FH Münster

Die Austauschtreffen der Fokusgruppe werden von Prof. Dr.-Ing. Hilmar Apmann fachlich begleitet. Die 3D-Druck-Fokusgruppe ist ein kostenfreies Angebot der Wirtschaftsförderungsgesellschaften des Münsterlandes (Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf), der FH Münster und des münsterLAND.digital e.V. Die Initiative ist im Rahmen des Förderprojektes DigiTrans@KMU entstanden.

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HENDRIK GERICKS

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